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Unboxing; das Auspacken irgendwelcher Gadgets, die man vorzugsweise online gekauft hat. Gefilmt und auf Youtube hochgeladen, damit andere sehen können, was sie erwartet, wenn sie dasselbe Gadget kaufen.

Ich hebe Unboxing auf ein komplett neues Niveau: Man hat eine Verpackung vor sich und keinen Schimmer, was drin ist. Unboxing 2.0

Ich rede von "Schätzen", die man irgendwann man aufheben wollte, in eine passende Schachtel tat und weg legte. Beim Aufräumen Jahre später fällt einem das Behältnis wieder in die Hände, man dreht es in den Händen hin und her und überlegt, was wohl drin sein mag.

Wohlan mit "Aha!", Verblüffung, Wiedersehensfreude, Lachen, plötzlichen Erinnerungen an Menschen und längst vergangene Tage.

Also laßt Euch überraschen! Probiert es selbst aus. Ich sage mal: Aufräumen ist nur der Nebeneffekt.


 

Lodix Schuhcreme aus der "Guten Alten Zeit", mit seitlichem Flügel zum leichteren Öffnen. Was wohl drin sein mag? Es klappert nicht. Bin gespannt!


 

Tadaa! Leer, bis auf einen Hauch von Schuhcreme (ja, es riecht noch schwach).

Höchste Zeit, einen Schatz hineinzutun und sie wieder wegzulegen.


 

Weiter geht's mit einer Schachtel Handelsgold Clubmaster Elegantes, Zigarillos aus Sumatra-Tabak Nr. 341, der Genuß der großen weiten Welt:

Es klappert übrigens.


 

Was haben wir denn da??? Einzelteile von alten Uhrwerken, ein Metalllineal der Firma Wilhelm Müller sowie andere obskure Kleinteile.

War ich als Kind eine Elster? Hm!


 

Rügenwalder Teewurst aus der Plastedose? Haben wir mal gegessen, ja! Irgendwas großes rutscht darin hin und her.


 

Eine Spieluhr, die ich vor Jahren aus einer Keksdose ausgebaut habe. Es ertönt ein Weihnachtslied.

Als nächstes wieder was Ungesundes:


 

Die 1970er Jahre lassen grüßen. Im Westen raucht man noble Zigarren inzwischen auch aus Plasteschachteln. Dieses Exemplar hat schon einiges erlebt. Es klappert.


 

Geld, echtes Geld!

  • 50 Reichsmark von 1908, 100 Reichsmark von 1910, 10 Lej aus Rumänien von vor der Wende (ekliger Lappen)
  • ein Aluminiumanhänger mit einem Stadtwappen darauf, ein goldfarbener Anhänger mit Fabelwesen, eine Plakette mit einem mittelalterlich anmutenden Motiv von König und Untertan. Die Plakette hatte ich als Kind von einem alten Damenschuh abgepuhlt.

 

Da waren wohl mal Pfeffis drin. Nun klappert's metallisch.


 

Ein Stern! Und Westgeld!

Jetzt wird's brandgefährlich:


 

Ne, doch nicht, sind Sicherheitszündhölzer. Sind noch welche drin? Hört sich fast so an.


 

Ein Groschen der Bank Deutscher Länder von 1949 und DDR-Pfennige. Dazu ein abgebrochener Messingschlüssel. Man kann nie wissen. Vielleicht finde ich ja noch das Schloß, in dem der Rest steckt.

Macht's noch Spaß? Dann weiter:


 

Nochmal Clubmaster, diesmal Superior. Da hatte sich aber jemand was gegönnt! Tabak Nr. 144, der Gute, von früher noch.

Es raschelt leise.


 

Boah! Eine Maus! Vor der braucht keiner mehr auf den Stuhl zu springen.

So fand ich das Skelett 2011 friedlich eingerollt unter dem Dielenboden eines ca. 100-jährigen Hauses:

Ruhe sanft!


 
Eines ist mal klar: Konservierungsstoffe werden wir in dieser Dose nicht finden. Die würden auch nicht klappern.
 

 
Ach ja: ein alter Monitoradapter von Apple Macintosh auf VGA, ein Messingteil von einer alten Nähmaschine, Nägel, Schräubchen, und:
... ein winziger Anhänger, einer Münze nachempfunden. Leider keine echte.
 

Hier endet das Abenteuer vorerst, denn ich habe alle Schätze vor Euch ausgebreitet.

Die nächste Aufräumaktion kommt bestimmt.

Ähem, habt Ihr auch Schätze wiedergefunden? Dann her mit den Bildern und einer kurzen Beschreibung!