Bei den Dreharbeiten zum Film wurden fünf von Chrysler gesponserte Challenger verwendet. Davon waren vier mit Viergang-Handschaltung und einer mit Automatik ausgestattet. Bis auf den mit Automatik, einen 383er, waren alle R/T 440 (zu erkennen in der Radwechselszene in der Wüste). R/T heißt Road/Track (Straße/Rennstrecke).  Der R/T hat 440 Kubikzoll Hubraum. Das sind beeindruckende 7212 Kubikzentimeter! Daraus holt er knapp 500 Nm Drehmoment und etwa 380 PS! Also kein Problem, im zweiten Gang durch bloßes Gasgeben die 245er Reifen durchdrehen zu lassen! Dafür genehmigt er sich etwa 23 Liter auf 100 km.  

In der Schlußszene, wo Bruder K in die Straßensperre rast, wurde ein Camaro, Bj. 1967, verbraten. Der Motor war entfernt und durch Sprengstoff ersetzt worden. Daher der Big Bang! Der Camaro wurde auf den Haken genommen und in die Sperre geschleppt. Das Abschleppauto war der fünfte Challenger mit Automatikschaltung, um unterbrechungsfreien Anzug zu gewährleisten, damit der Camaro nicht vom Haken rutscht und woanders explodiert. Dieser Special Effect war nicht so gut unter Kontrolle, wie man sich das als Zaungast wünschen würde.  

Der für die Sprungszene am Fluß verwendete hatte modifizierte Stoßdämpfer.

Was mit den Challies nach den Dreharbeiten geschah, ist unbekannt. Sie wurden an Chrysler zurückgegeben. Chrysler hat in den Jahren von 70-74 jedoch genug verkauft, so daß man auch hierzulande einen ergattern kann. Im Mai 2002 wurde auf ebay.com ein restaurierter VP-Chally für 22.000 $ verkauft. Für das Remake wurde ebenfalls ein 1970 Challenger verwendet, der nach dem Film in ein britisches Automuseum gewandert ist. Zur Zeit steigen die Preise für restaurierte Challies merklich an, was sich nach Erscheinen des von Dodge aufgelegten Remakes nicht geändert hat.


Über den Verbleib der Challenger 

(Quelle: englischer Zeitungsartikel nach Informationen von Ted Stephens von www.vanishingpointmania.com > Website exisitiet nicht mehr)

Chryslers PR-Abteilung hatte - wie bei Filmproduktionen üblich - fünf R/T Challies für die Dreharbeiten gesponsort. Als Gegenleistung wird der Sponsor gewöhnlich im Filmabspann genannt. (VP hat einen der kürzesten Abspänne des amerikanischen Films!) Das Chrysler in VP nicht genannt wird, hat folgenden Grund: Als der Film im Rohshnitt fertig war, wurde er den Chrysler PR-Managern vorgestellt. Diese waren schlichtweg entsetzt: Chrysler bemühte sich um ein familienfreundliches Image und da drehen diese Typen einen Film mit Drogen, Schwulen, Rasern, Hippies und als Krönung einer nackten Frau! Chrysler wollte mit VP nichts mehr zu tun haben. Man einigte sich darauf, das Sponsoring zu vertuschen und daß Chrysler auf keinen Fall erwähnt wird. Die fünf Challies wurden unmittelbar nach Ende der Dreharbeiten vom Hersteller zurückbeordert.
 
Was später aus ihnen wurde, ist nicht bekannt, da alle Unterlagen über an Filmfirmen ausgelieferte Fahrzeuge bei einem Lagerhausbrand in Detroit im Jahre 1978 verloren gingen. Es ist wahrscheinlich, daß die R/Ts abgewrackt wurden, da sie bei den Dreharbeiten arg in Mitleidenschaft gezogen worden waren. Am Ende lief lediglich noch einer der fünf R/Ts. Das deckt sich mit den Aussagen aus dem Artikel, daß der Mechaniker Teile aus einem Auto ausbaute, um ein anderes am Laufen zu halten.

Weitere Infos gibt es hier: Kowalskis letzte Fahrt

 

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